Chanukka-Tage 2017

Chanukka-Tage 2017

Das jüdische Lichterfest

Chanukka ist das jüdische Lichterfest, bei dem an die Wiedereinweihung des zweiten Tempels in Jerusalem 164 v.Chr. erinnert wird. Mit dem charakteristischen neunarmigen Leuchter, auf dem an acht Abenden Kerze für Kerze angezündet wird, ist Chanukka ein Zeichen für das Wiedererstehen jüdischen Lebens und Glaubens auch angesichts dunkler Umstände.

Bereits seit mehreren Jahren feiern wir in Tübingen das jüdische Lichterfest Chanukka mit einer Jüdisch-Christlichen Begegnungs- und Kulturwoche. In diesem Jahr freuen wir uns über ein vielfältiges Programm: Eine Kunstausstellung mit der jüdischen Künstlerin Mina Gampel, die als Dozentin an der Kunstakademie in Esslingen arbeitet. Ihr künstlerisches Werk war bereits in zahlreichen Galerien und Museen im In- und Ausland zu sehen. Zudem einen Vortrag an der Universität Tübingen mit Manfred Levy, der am pädagogische Zentrum des Fritz Bauer-Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt arbeitet und darüber spricht, wie man das Judentum in der Schule vermitteln und damit Antisemitismus vorbeugen kann. Des Weiteren ein  Gespräch mit Rabbiner Zsolt Balla, einem der ersten beiden orthodoxen Rabbinern, die in der Bundesrepublik nach 1945 ausgebildet wurden.

Anzünden der Kerzen

Während der Chanukka-Tage wird jeden Abend um 18:00 Uhr an ausgewählten Orten in Tübingen ein weiteres Licht am Chanukka-Leuchter angezündet. Die Lichter der Chanukkia sollen ein Zeichen der Freundschaft und Verbundenheit mit Israel und ein Statement gegen erneut aufflammenden Antisemitismus sein.

 

Di. 12.12.17 Tübinger Marktplatz

Mi. 13.12.17 Holzmarkt

Do. 14.12.17 Neue Aula

Fr. 15.12.17 Synagogenplatz

Sa. 16.12.17 Zinser-Eck

So. 17.12.17 Kelternplatz

Mo. 18.12.2017 Chanukkafeier mit Musik und Tanz auf dem Marktplatz

Di. 19.12.17 Judengasse (Krumme Brücke)

 

 

Dreidel und Latkes

Dreidl wird von jüdischen Familien während des achttägigen Lichterfestes Chanukka gespielt. „Ein großes Wunder ist dort geschehen.“, der Leitvers dieses Spiels, erinnert an das Wunder der Ölvermehrung im Tempel. Ebenso stehen die in Öl gebratenen „Latkes“ (Reibekuchen) für das nicht zu Ende gehende Öl.

Kommen Sie für einen gemütlichen Abend mit Dreidel-Drehen und Reibekuchen vorbei.

Datum: Dienstag, 12.12.2017, 19:00 Uhr

Ort: Treffpunkt Jesus Live, Kronenstraße 9

Anmeldung unter: info@marschdeslebens.org oder Telefon: 07071-1389879

Jüdisch-Christlicher Kulturabend

Das Chanukka-Fest erinnert daran, dass die jüdische Kultur trotz wiederkehrender Widerstände nicht ausgelöscht werden kann. Die Freude am Leben fand durch die Zeit hinweg immer Ausdruck in Musik und Tanz. Dabei nahmen die traditionellen Stücke immer auch die Einflüsse ihrer umgebenden Kultur auf und bildeten so ein buntes Potpourri von Stilen und Sprachen.

Freuen Sie sich auf einen abwechslungsreichen Abend mit der Tanzgruppe YC Dance, die mit traditionellem jüdischen Volkstanz und modernen Streetdance-Variationen begeistern, sowie der Band Be´er Sheva und der Gruppe „The Dreydels“, die jüdische Musik spielt und gerne mit deren deutschen, russischen und jüdischen Wurzeln experimentiert.

Datum: Donnerstag, 14.12.2017, 20:00 Uhr

Ort: TOS Gemeinde- und Konferenzzentrum, Eisenbahnstraße 126, 72072 Tübingen

Eintritt frei (freiwillige Spende). Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Crashkurs Jiddisch

„Meschugge, Chuzpe, Tacheles“ – diese Wörter sind nur einige Spuren des Jiddischen in der deutschen Sprache. Vor dem 2. Weltkrieg wurde Jiddisch von ca. 12 Millionen Juden im Alltag gesprochen. Jiddisch ist der Schlüssel zu einer faszinierenden Kultur, die vor 1.000 Jahren im Rheinland entstand und in Osteuropa zur Blüte kam. Trotz der profunden Zerstörung im Holocaust, findet man diese Kultur noch heute auf der ganzen Welt. Als Hybride aus Mittelhochdeutsch, Hebräisch, slawischen und anderen Sprachen ist Jiddisch ein Genuss für alle Sprachenliebhaber.

Es ist immer noch eine lebendige Kultursprache, der wir im Unterricht durch Buchstaben, erste Konversationen und ein traditionelles jiddisches Lied begegnen werden.

Datum: Samstag, 16.12.2017, 16:00 Uhr

Ort: Treffpunkt Jesus Live, Kronenstraße 9

Stufe: Für Anfänger/innen ohne Vorkenntnisse

Preis: Kurs ist kostenlos (freiwillige Spende).

Anmeldung unter: info@marschdeslebens.org oder 07071-1389879.

 

 

 

Kunstausstellungseröffnung

Künstlerin Mina Gampel stellt unter dem Titel  „Tradition und Moderne“ in Tübingen vom 13. Dezember 2017 bis 30. Januar 2018 aus. Ihr künstlerischer Stil ist geprägt von impressionistischen und klassisch modernen Merkmalen. Durch kräftige Farbkompositionen zeigen Gampels Bilder die Vielfalt jüdischen Lebens. Dabei ist das Ziel der Künstlerin, nicht an die Vernichtung jüdischen Lebens im 2. Weltkrieg zu erinnern, sondern an das Judentum, das seit vielen Jahrhunderten bis heute existiert. Ihr künstlerisches Werk war bereits in zahlreichen Galerien und Museen im In- und Ausland zu sehen.

Datum: Mittwoch, 13.12.2017, 19:30 Uhr

Ort: TOS Gemeinde- und Konferenzzentrum, Eisenbahnstraße 126, 72072 Tübingen

Chanukka-Vorträge

JÜDISCHES LEBEN HEUTE IN DEUTSCHLAND – WIRKLICHKEIT UND KONSTRUKTION

Das Wissen über jüdisches Leben im heutigen Deutschland ist in weiten Teilen der Gesellschaft mangelhaft. Wie kann das sein, nachdem das Judentum doch sowohl deutsche als auch europäische Kultur und Geschichte in hohem Maß mitgeprägt hat? In den meisten Schulbüchern und Lehrmaterialien finden sich klischeehafte, stereotype und verkürzte Darstellungen des Judentums.

Wie leben Juden heute in Deutschland? Wie stark ist der Antisemitismus unter Schülerinnen und Schülern? Wie kann Pädagogik dem entgegenwirken?

Manfred Levy ist Mitarbeiter im Pädagogischen Zentrum des Jüdischen Museums Frankfurt und des Fritz Bauer Instituts.

Datum: Donnerstag, 14.12.2017, 16:00 Uhr

Ort: Verfügungsgebäude, Keplerstraße 2, Hörsaal 001

 

 

 

EIN GESPRÄCH MIT RABBINER ZSOLT BALLA

Als beliebter und moderner Gemeinderabbiner und Vorstandsmitglied der Orthodoxen Rabbinerkonferenz Deutschlands ist Zsolt Balla ein gefragter und kompetenter jüdischer Gesprächspartner. Das Interview wird sowohl persönliche Einblicke geben als auch Eindrücke zur aktuellen Situation jüdischen Lebens in Deutschland (und darüber hinaus) vermitteln. Natürlich wird dabei auch das jüdische Chanukka-Fest thematisiert.

Rabbiner Zsolt Balla wurde in Budapest, Ungarn, geboren. Im Jahr 2009 schloss er als einer der ersten beiden orthodoxen Rabbiner, die in der Bundesrepublik ausgebildet wurden, seine Ausbildung am Seminar zu Berlin ab. Außerdem ist er Direktor des Institutes für Traditionelle Jüdische Liturgie.

Datum: Montag, 18.12.2017, 20:00 Uhr

Ort: TOS Gemeinde- und Konferenzzentrum, Eisenbahnstraße 126

Flyer

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