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Chanukka Quarantäne Wunder

Chanukka Quarantäne Wunder

Es war der dritte Abend von Chanukka, an dem sich mein und das Leben meiner WG veränderte. Ganz überraschend war meine Mitbewohnerin COVID-positiv getestet worden, sodass wir von einem auf den nächsten Augenblick in Quarantäne mussten. Fragen, Unsicherheiten, Druck und Angst tauchten auf. Ich bin sehr dankbar für meine WG,  denn wir leben nicht nur als Zweck-WG zusammen, sondern haben uns mit dem Einzug entschlossen, gemeinsam als Christen nach dem Wort Gottes zu leben. In dieser Situation fingen wir also an, gemeinsam zu beten, auf Gottes Hilfe zu vertrauen und nach Möglichkeiten zu schauen, wie jeder dem anderen dienen kann.

Für den Abend darauf hatte eine unserer Mitbewohnerinnen einen speziellen Chanukka-Abend geplant. Diesen konnten wir so nicht mehr feiern, da wir alle getrennt in unseren Zimmern sein mussten. Es war nicht leicht, aber wir haben den Chanukka-Abend spontan einfach online gemacht: Sozusagen ein „ZOOMukka“. Die Mitbewohnerin hat für uns Latkes gemacht. Diese hat sie zusammen mit einem Dreidelspiel inkl. Erklärung vor unsere jeweiligen Türen gestellt. So konnten wir gemeinsam über Zoom essen und spielen. Am Ende des Abends bekam jeder noch  ein Chanukkageschenk von ihr. Ich glaube, diese Hingabe, Liebe und Saat haben Gott sehr gefallen, denn es folgte eine Woche mit vielen Besuchen vor unserer Haustür. Jeden Tag erhielten wir Geschenke, erlebten Versorgung, machten Bilder mit Freunden vor der Tür und konnten gar nicht mehr aufhören zu lachen. Es war nicht immer leicht in der Quarantäne, aber die Besuche und Gebete haben uns getragen. Es hat sich außerdem niemand von uns bei der Mitbewohnerin angesteckt. Wir sind so beeindruckt davon, wie gut Gott ist. Ich kann das nur als ein Chanukka-Wunder bezeichnen.

 

Autorin: Sandra Arjona, editiert von Angela Besteck