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Halt! Ich habe etwas von Gott für dich

Halt! Ich habe etwas von Gott für dich

Meine Kindheit war geprägt von überhöhten religiösen Erwartungen, die ich nie erfüllen konnte. Die Einstellung war "Christen sind gute Menschen". Ich stellte schon als Kind fest, dass ich von Natur aus eher kein guter Mensch war und irgendwie gelang es mir auch nicht, so zu tun als ob. Mein Leben war voll von Lüge, Streit, Diebstahl, Hass, Ärger und Neid. Zudem bemerkte ich, dass in meinem Umfeld die meisten Leute selbst nicht erfüllten, was sie von anderen erwarteten, oder was sie zu sein vorgaben. So trennte ich mich früh von allen Werten und Maßstäben. Mein neuer Maßstab war mein Bauchgefühl und alles was mir Spaß machte und wonach mir gerade der Sinn stand. Zunächst schleichend und dann immer schneller geriet ich in eine Abwärtsspirale aus wechselnden Beziehungen, Zigaretten und Alkohol, Drogen und Okkultismus. Die Finsternis in mir nahm immer mehr zu, meine erhoffte Freiheit wurde zu meinem Gefängnis. Ich war innerlich völlig zerstört, gefesselt in okkulten Bindungen, Ängsten und Todessehnsucht. Nur auf Drogen war ich "normal", leistungsfähig und konnte meiner Arbeit nachgehen.

Und dann war da Gott. Irgendwie schien er Interesse an mir zu haben. Immer wieder traf ich auf Menschen, die mir von seiner Liebe erzählten. Egal wo ich hinzog (und ich bin sehr oft umgezogen), mindestens ein Nachbar war Christ. Meistens wurde ich wütend, beschimpfte sie oder diskutierte mit ihnen. Mein Zustand wurde immer schlimmer. Ich benötigte mehr und mehr Drogen, um normal, und noch mehr, um high zu sein. Immer häufiger hatte ich Phasen mit finstersten Gedanken und Todessehnsucht.

Eines Nachts hatte ich zu viel genommen. Ich spürte, dass ich eine gefährliche Grenze überschritten hatte. Mitten in der Nacht telefonierte ich - die Frau am anderen Ende war Christ. Sie sagte: "Dir kann nur noch Gott helfen". Ich schrie fast ins Telefon: "Wenn dein Gott was von mir will, dann kann er mir das gerne selbst mitteilen, dann soll er mir doch persönlich über den Weg laufen! Richte ihm aus, dass ich Samstagnacht immer in Stuttgart unterwegs bin, da kann er sich mir ja einfach auf der Königstrasse in den Weg stellen." Was hochgradig arrogant klang, war tief im Inneren ein Hilfeschrei. Und Gott hörte ihn.

Nur wenige Wochen später war ich Samstagnacht in Stuttgart auf der Königstrasse unterwegs. Plötzlich versperrte mir ein junger Mann den Weg und sagte "Halt! Ich habe etwas von Gott für dich!" Ihn umgab eine Kraft und Liebe und ich wusste, Gott war da. Ich hatte keine Argumente mehr. Er fing an, mir von Gott zu erzählen, ganz von Anfang an: von der Schöpfungsgeschichte, dem Sündenfall, dass der Mensch nicht gut sein kann und dass er sich selbst nicht erlösen kann, dass Jesus für mich gestorben ist, um alle meine Schuld und Sünde zu tragen, und vieles mehr.

In dieser Nacht ging ich in keinen Club mehr. Ich ging nach Hause, setzte mich auf mein Bett und sagte "Gott, wenn das stimmt, was der Typ gesagt hat, dann ziehen wir das Ding jetzt zusammen durch." Sofort durchströmte mich ein tiefer Friede und eine tiefe Liebe und ich wusste, wusste, wusste, dass ich die Wahrheit gefunden hatte und angekommen war. Ich war ein neuer Mensch. Ich begann mein Leben mit Jesus, bekannte alle meine Sünde und Schuld, erlebte Gnade und Vergebung. Das war einer der schönsten Momente. Ich fing an, in eine Gemeinde zu gehen und fand Menschen, die mir halfen und mich begleiteten. Es gab Höhen und Tiefen, auch Rückschläge - Jesus war immer da und hat mich nie verlassen. Ich wurde frei von allen Süchten und Bindungen. Jesus hat mich immer mehr geheilt und wieder hergestellt. Heute bin ich eine gesunde Persönlichkeit und liebe es zu leben.

 - Andrea