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Keine Anzeichen von Epilepsie mehr

Keine Anzeichen von Epilepsie mehr

Ich hatte ein ganz normales Leben, viele Freunde, bin gern Fahrrad gefahren und geklettert – bis kurz vor meinem Abitur. Damals hatte ich in einer Unterrichtsstunde meinen ersten epileptischen Anfall. Es sollte nicht bei dem einen Mal bleiben. Die Anfälle häuften sich und die Ärzte stellten die Diagnose „Epilepsie“. Es wurden Untersuchungen an mir durchgeführt und ich bekam viele Medikamente, aber es änderte sich nichts. Im Gegenteil: Es wurde schlimmer. An einem Tag hatte ich vier Anfälle hintereinander. Ich musste die Schule abbrechen. Mein Arzt sagte mir, dass ich keinen Führerschein machen und auch nicht mehr auf Partys gehen oder wie gewohnt Fahrradfahren könne. All die Dinge, die mir Spaß gemacht hatten, konnte ich nicht mehr machen. Es war frustrierend und ich wollte so nicht leben. Aus Frust habe ich genau die Dinge gemacht, die mir verboten waren: Ich bin immer mehr auf Partys gegangen und habe angefangen, Haschisch zu rauchen. Aber ich lebte mit der Angst, dass diese Anfälle nie aufhören würden. Dann hörte ich, dass es immer wieder vorkam, dass Epileptiker während eines Anfalls starben. Ich dachte mir: Was würde passieren, wenn ich nach meinem nächsten Anfall nicht wieder aufwachen würde? Mit Jesus und Glauben hatte ich zu dieser Zeit nichts zu tun, aber meine Eltern waren Christen und beteten viel für mich. Auf einer christlichen Veranstaltung habe ich bald darauf nochmal für mich beten lassen - mit einem Mal bin ich nicht nur meine Depressionen und Ängste losgeworden, auch die Anfälle haben aufgehört, obwohl die Krankheit eigentlich medizinisch als unheilbar gilt. Da wusste ich, dass Gott ein Wunder in meinem Leben getan hatte. Ich bin jetzt seit über 20 Jahren anfallsfrei und auch die Ärzte können keine Krankheitszeichen mehr finden. Sie wissen nicht, warum. Aber ich weiß es: weil Jesus mich geheilt hat und heute, wie vor 2000 Jahren, lebendig ist und Leben verändert. Dank ihm bin ich heute Familienvater und von Beruf Parkinson-Fachpfleger in der Neurologie in Tübingen. Dort kann ich anderen Menschen, die an einem ähnlichen Punkt der Verzweiflung stehen, helfen und ihnen Hoffnung geben.

Friedhelm Chmell