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Machtvakuum

Machtvakuum

Man kann es drehen und wenden, wie man will: Die lange Zeit der Regierungsbildung in Deutschland hinterließ ein Machtvakuum.

Politikwissenschaftler sagen, dass ein Machtvakuum zu Auseinandersetzungen und einer Neuverteilung von Macht und Autorität führt – und ich füge hinzu, dass das in der sichtbaren und ebenso auch in der unsichtbaren Welt gilt. Wir sollten in dieser Zeit sehr aufmerksam sein. 

 

Jedes politische Machtvakuum ist zuallererst ein „geistliches Vakuum“, das seine Ursache in der Gebetslosigkeit und in einer verlorengegangenen geistlichen Autorität der Gemeinde hat. Wir haben erlebt, wie in den letzten Jahren liberales Denken biblische Werte in Kirchen und Gemeinden zuerst in Frage gestellt und dann nahezu ausradiert hat. Dazu gehörten die Relativierung des biblischen Weltbilds von Himmel und Hölle wie auch die Ablehnung der biblischen Vorstellung einer übernatürlichen geistlichen Welt, in der wir uns, wie Paulus es in seinem Brief an die Epheser schreibt, mit „Fürstentümern, Mächten und Gewalten“ auseinanderzusetzen haben. 

 

In dem Kinofilm „Star Wars“ geht es um den alten Kampf zwischen „Gut“ und „Böse“ und um den Menschen, der dazwischen steht. Er hat eine Ahnung von der unsichtbaren Welt, die er mit dem „Star Wars-Segen“ artikuliert: „Möge die Macht mir dir sein.“ Gemeint ist damit: Es gibt da jemanden, der irgendwie da ist und auf uns aufpasst. Wir wissen, wer das ist! Diese Macht hat einen Namen! Es ist Jesus Christus, Gottes Sohn, der in die Welt gekommen ist, um die Mächte der Finsternis zu besiegen!

 

Das Wort „Macht“ beinhaltet im heutigen Sprachgebrauch Aspekte wie Herrschaft, Gewalt, starken Einfluss und auch Regierungsgewalt. Es liegt ein politisches „Machtvakuum“ dann vor, wenn eine zu erwartende und vereinbarte Führung über einen längeren Zeitraum nicht ausgeübt wird. Kann es sein, dass der mühsame Weg der Regierungsfindung eigentlich darauf zurückzuführen ist, dass Christen in Kirchen und Gemeinden ihre geistliche Verantwortung ablehnen und aufgehört haben, ihre geistliche Autorität im Gebet auszuüben? Ich bin davon überzeugt, dass der Segen einer Nation auf den Knien der Beter entschieden wird. Selbst wenn in diesem Monat über eine Regierungsbildung entschieden wird, ist die Frage des Machtvakuums damit noch lange nicht gelöst. 

 

Ein Machtvakuum führt zu Auseinandersetzungen und zur Neuverteilung von Macht und Autorität. Wir sollten das Gebet aus 2. Chr. 7,14 dringend wieder neu entdecken und zu einem Teil unseres Lebens machen: „Wenn mein Volk, das nach meinem Namen genannt wird, sich demütigt, dass sie beten und mein Angesicht suchen und sich von ihren bösen Wegen bekehren, so will ich vom Himmel her hören und ihre Sünde vergeben und ihr Land heilen."

 

 Epheser 6,10: „Seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke.“